Montag, 22. Juni 2015

Lifestyle - Tipps #2 - Was tun gegen Schüchternheit?

In meiner Kindheit und Jugend war ich meist ein eher schüchterner Mensch. Ich konnte einfach nicht auf fremde Menschen zugehen, und tat mir sehr schwer neue Freunde zu finden.

In meiner Familie und bei Freunden, die ich schon länger kannte, war ich völlig anders. Aber das Kennenlernen oder das unter Fremden sein, fiel mir nie leicht.

Ich traute mich einfach nicht zu reden und wusste auch meist nicht, was ich überhaupt sagen sollte. Ich vermied bewusst Situationen, in denen ich mit fremden Menschen reden sollte.

Bei der Eröffnung meines 2.ten Polestudios - Eröffnungsrede
Jetzt bin ich völlig anders. Viele, die mich jetzt erst kennenlernen, können sich überhaupt nicht vorstellen, dass ich einmal schüchtern war. Und dass ich das Mädchen war, dass sich mit 16 Jahren nicht einmal getraut hat selbst eine Cola zu bestellen...
Ich kann ohne Probleme vor Gruppen sprechen, lerne gerne neue Leute kennen und bin eher der Mensch, der ab und an auch mal etwas zu viel redet ;)


Wie habe ich es geschafft mich so zu verändern?
  • Einstellung ändern:
    Irgendwann kam für mich der Punkt, wo ich einfach nicht mehr so weiter machen wollte. Ich fühlte mich nicht mehr wohl. Nachdem ich von einer Bekannten lange Zeit ziemlich gemobt wurde, macht es dann plötzlich auf einmal Klick und ich wehrte mich. Ich wollte nicht mehr die Kleine sein, die ihren Mund nicht auf bekommt. Ab da an sagte ich mir, niemand darf so mit mir umgehen und ab jetzt wehrst du dich gefälligst! Dieser innere Wandel war für mich der erste Schritt für mehr Selbstbewusstsein

  • Sich der Angst stellen:
    Ich nahm mir ab diesem Zeitpunkt vor, mich nicht nur in negativen Situationen verbal zu wehren, sondern mich allgemein mehr in Gespräche mit einzubringen.
    Es klappte nicht sofort, aber ich gab mein Bestes wenigstens ab und an etwas mit zu reden. Ich ging den Satz, den ich sprechen wollte, zwar immer noch viel zu oft im Kopf durch, aber es wurde wenigstens etwas besser.
  • Kommunikative Aufgabe suchen:
    Das war für mich der Schritt, der mich am meisten geändert hat. Ich wollte in meiner Jugend unbedingt neben der Schule Hip Hop Trainer werden. Traute mich aber erst nicht, da ich dafür einfach viel zu schüchtern war. Irgendwann fasste ich aber dann doch all meinen Mut zusammen und fragt meine damalige Trainerin, ob das möglich sei. Und trotz meiner ruhigen Art durfte ich die Ausbildung machen.

    Ich musste in der Anfangszeit viele Ängste überwinden und hatte oft richtig Bauchweh vor meinen Tanzstunden. Aber nach und nach wurde ich sicherer und lernte mich auch immer mehr mit meinen Schülern zu unterhalten. Dieses "vor einer Gruppe stehen" war für mich der Schlüssel zu mehr Selbstbewusstsein.

    Die Entwicklung ging nicht von heute auf morgen. Aber nach ein paar Jahren merkte ich plötzlich, dass ich bei Gesprächen und auch vor der ganzen Gruppe nicht mehr nervös war.
  • Retorik / Networking Bücher lesen:
    Nachdem ich ein paar Jahre unterrichtet hatte und langsam mit dem Gedanken spielte mich selbstständig zu machen, wollte ich mich noch mehr verbessern. Ich suchte bewusst nach interessanten Büchern, die mit Rhetorik, Networking und Freunde finden zu tun hatten.
    Folgende Bücher fand ich dabei unter anderem sehr hilfreich:

    Super Buch zum Einstieg in das Thema Kommunikation!
    Vieles weiß man schon, aber es ist gut zusammen gefasst und ruft einem die wichtigsten Punkte nochmals in Erinnerung.
    Für mich ein sehr interessantes Buch, da er auch viel persönliches schreibt.
    Macht richtig Lust auf Networken!
              Lese ich aktuell. Tolles Buch in dem es nicht nur darum geht, etwas zu verkaufen.
              Fredrik zeigt, dass jeder immer verkauft. Nämlich sich selbst!
              Und gibt super Tipps, wie man das am Besten macht.
     
Bei unserem Jubiläum - mittlerweile fällt es mir nicht mehr schwer zu moderieren

All diese Punkte haben mir geholfen selbstsicherer und selbstbewusster zu werden. Wie schon gesagt, habe ich mich nicht über Nacht verändert, aber nach und nach traute ich mir selbst mehr zu und konnte meine Redeangst überwinden.

Nicht jeder, der schüchtern ist, soll jetzt Hip Hop Trainer werden. Aber ich denke, dass so eine Herausforderung einem auf jeden Fall gut tut. In vielen Bereichen kann man Trainer oder Gruppenleiter werden (Sport, Jugend, Hausaufgabenbetreuung, etc). Ein erster Schritt wäre auch sich bewusst ein Hobby zu suchen, dass in der Gruppe ausgeübt wird.

Fühle ich mich jetzt noch manchmal unsicher oder schüchtern? Natürlich! Ich denke, dass gehört einfach dazu. Man hat immer neue Situationen, vor denen man Angst hat. Aber ich habe gelernt, diese nicht mehr so sehr zuii zeigen. Und mich vorallem nicht mehr verrückt zu machen.


Wir sind schließlich alle Menschen und jeder ist ab und an unsicher!
Immer dran denken: der Gesprächspartner fühlt sich vielleicht gerade auch nicht 100% wohl. Also versuche ich mittlerweile meinen Mitmenschen ein gutes Gefühl zu geben und ein Gespräch aufzubauen.
Wie genau? Das erfahrt ihr in einem der nächsten Artikel.

Warst du früher auch schüchtern? Was hat dir noch geholfen selbstbewusster zu werden? Ich freue mich über weitere Tipps!

Kommentare:

  1. jaaaaa, das hätte ich tatsächlich niiiiiiiiiie von dir gedacht 😊 waaaaaaaahnsinn... bin ja richtig baff jetz aber echt super das alles zu erfahren. mach weiter so, finde deinen blog echt super 😊

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    1. Ja das denken die wenigsten, die mich erst jetzt kennenlernen ;)
      Danke für dein Lob :)

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    2. super entwicklung hingelegt. dachte du bist auch jemand der gerne u manchmal evtl auch zu viel babbelt so wie ich halt hahahaha hätte ich niiiiiiiiiie und nimmmmmmmmmmmer von dir gedacht, von daher ziehe ich meinen hut vor dir, aber sowas von tief runter bis der rücken kracht :) ist schon bewundernswert :)

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